Einzelcoaching als Somatics Life Coaching

Der Begriff "Körperorientiertes Coaching" wird von uns verwendet, um zu verdeutlichen, dass Körpersprache und Körpersignale, intensivere und direktere Äußerungen, als der Raum der Kommunikation mit Worten, darstellen. In Bezug auf einen lebensweltbezogenen Beratungs- und Reflektionsprozess können wir die Körpersprache und ihre unterbewussten Impulsen auf verschiedensten Ebenen durchleuchten. Blockaden auf der entscheidungs- oder Handlungsebene bedeuten: Im Verstand und im Körper ist etwas in Stocken geraten. Wiederstände gegenn Veränderungen sorgen für Lern- und Handlungsblockaden. Hier greift "SOLICO" Somatics Life Coaching. Wie deutet man Kontaktsignale, Distanzverhalten, Revierspiele im Alltag?
Bei "SOLICO" geht es um die Wahrnehmungs- und Spürfähigkeit des eigenen Körpers und die Fähigkeit Impulsen von außen, durch andere zu verstehen und nicht unterbewusst oder unbewusst zu agieren oder zu reagieren. Ein wesentliches Thema wie bei "SOBUCO"-Coaching kann zum Beispiel das Thema Bindungseinstellung sein.

Die Bindungskompetenz Erwachsener und ihre Auswirkungen auf die Lebenswelt, ob in Beziehung, Arbeit oder Freizeit entscheiden über langristigen Erfolg im Sinne von Flexibilität und Anpassung an unterschiedliche Situationen.

Klassifikationen von Bindungschemata

Autonome Bindungseinstellung "free-autonomous"
Selbstvertrauen, Frustrationstoleranz, Respekt und Empathiefähigkeit. Sie sind sich der negativen wie positiven Affekte und Einstellungen gegenüber ihren eigenen Bindungspersonen bewusst und reflektieren diese in angemessener Weise und Distanz. Diese Menschen reagieren vorhersehbar auf ihre Kinder und können angemessen auf das Bindungsverhalten eingehen.

Distanziert-beziehungsabweisende Bindungseinstellung "dismissing"
Tendenziell idealisieren sie Autoritäten und deren Methoden, wenngleich keine konkreten Situationen aufgezählt werden können, welche diese Idealisierung rechtfertigen. Berichtet wird hingegen von mangelnder Unterstützung sowie von Zurückweisung (offen oder verdeckt) von Bedürfnissen. Die Erwachsenen mit einer distanziert-beziehungsabweisenden Bindungseinstellung zeigen ein sehr großes Unabhängigkeitsbestreben und verlassen sich lieber auf die eigene Stärke. Sie wurden früh unter Leistungsdruck gesetzt.

Präokkupierte, verstrickte Bindungseinstellung "entangeld-enmeshed"
Diese Einstellung haben häufig Menschen, welche von Erinnerungen und Affekten flutartig überschüttet und permanent belastet sind. Die Probleme und Schwierigkeiten innerhalb der Beziehung zu Bindungspersonen konnten sie nicht verarbeiten; sie überbewerten sie und pendeln zwischen Gefühlen wie Wut und Idealisierung hin und her. Letztlich stehen sie immer in einer Abhängigkeitsbeziehung zu den Autoritäten und sehnen sich nach deren Zuwendung und Wiedergutmachung. Vermehrtes "Anklammern", Vorhandensein von Schuldgefühlen, mangelnde Unabhängigkeit, Erschwerte Identitätsentwicklung.

Von unverarbeitetem Objektverlust beeinflusste Bindungseinstellung "unresolved"
Bindungspersonen, die unter einem unverarbeiteten Trauerprozess leiden oder nicht verarbeitete Erfahrungen von Misshandlung oder sexuellem Missbrauch zeigen ausgeprägte Furcht vor einem Grauen, das nicht greifbar ist. Bindungsrepräsentanz dieses Typs suchen die Führung in der Beziehung in ungewöhnlichem Ausmaß. Sie oszillieren zwischen Traumatisierung und Täterimage Generationsgrenzen werden überschritten und die Unteren fühlen sich in der Pflicht, ihre Oberen zu versorgen und ihr psychisches wie auch physisches Wohl zu sichern.

Nicht klassifizierbarer Bindungstyp "cannot classify"
Der Proband wechselt zwischen distanziertem und präokkupiertem Bindungstyp, ohne dass eine klare Strategie zu erkennen war. Meist haben solche Personen schwerwiegende traumatische Erfahrungen. Sie zeigten häufig zutiefst negative Einstellung gegenüber Bindung und den Optionen Lernen, Kreativität, Audsdruck durch Arbeit und Gemeinschaftliches Verhalten. Sie verfügten über unvereinbare Denk- und Verarbeitungsstrategien.

Im Coaching kommt es darauf an, diese bindungsbezogenen Körpersignale bewusst zu machen. Denn sie verschaffen dem Coachee Zugang zu seinen Gefühlen und somit zu seiner Verhaltenssteuerung. Bei allen Themen, die mit Selbststeuerung und persönlicher Wirkung zu tun haben, kann SOLICO Coaching wesentlich substanzieller und wirksamer werden, als gesprächsorientierte Beratungsformen.

In mehreren Schichten ist es möglich, damit zu arbeiten und auch die Herkunftsimpulse aufzufinden. Damit kann die Lebenseinstellung und das ganze Leben nachhaltig verändert werden.